Schönhauser Lesung im Mai

Die Operation Revival  im Mai 1945

Das Ende des Kriegsgefangenenlagers „Stalag Luft I Barth“
(Film und Gespräch mit Dr. Martin Albrecht, Historiker und Mitautor des Films)
Abb. 7

Im Zweiten Weltkrieg wurde in Barth/Vorpommern ein besonderes Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht für Besatzungen abgeschossener westalliierter Flugzeuge eingerichtet. Ab 1943 waren hier fast nur noch Offiziere untergebracht. In den ersten Apriltagen des Jahres 1945 saßen fast 9.000 von ihnen hinter Stacheldraht. Die Gefangenen weigerten sich strikt, unter deutscher Bewachung nach Westen zu marschieren. Schließlich zogen die deutschen Soldaten ab.

Die alliierte Lagerkommandantur konnte in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai die Herrschaft über den Barackenkomplex übernehmen. Erst am 2. Mai 1945 erreichten sowjetische Einheiten Barth und trafen ihre Waffenbrüder.

Nun sollten die alliierten Piloten nach Osten transportiert werden. Ein politisches Tauziehen setzte ein, das mit dem Ausfliegen der ehemaligen Krieggefangenen vom 12. bis zum 14. Mai 1945 sein Ende fand.

300 amerikanische Bomber landeten auf dem Fliegerhorst Barth und flogen ihre Kameraden in den Westen.

Die Vorbereitungen dieser Rückführungen im Rahmen der  Operation Revival  ließen die Widersprüche zwischen den Alliierten in Ost und West deutlich werden.

Donnerstag, 07. Mai 2009, 19.00 Uhr

Bundesakademie für Sicherheitspolitik „Haus Berlin“
13187 Berlin, Ossietzkystraße 44-45

Veranstalter:

Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Kulturring in Berlin e.V., Verein für Pankow e.V.

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